Martin-Luther-Stiftung entwickelt Zukunftsbild für Altenhilfe 2050

von 30 Apr. 2026Pressemeldung

Beim Improvisationstheater gemeinsam Zukunftsbilder für die Altenhilfe entwickelt

Workshop mit Mitarbeitenden aus allen Bereichen

Hanau, 11. März 2026 – Wie kann Altenhilfe im Jahr 2050 aussehen, wenn man sie ohne Routinen und Budgetvorgaben völlig neu denkt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Workshops „Grüne Wiese“. Dazu hatte die Martin-Luther-Stiftung Hanau rund 50 Mitarbeitende aus Pflege, Betreuung, Technik, Hauswirtschaft, Verwaltung und Ausbildung eingeladen. Einen Tag lang arbeiteten sie mit kreativen Methoden wie Improvisationstheater, Modellen und Collagen an Zukunftsbildern für die Altenhilfe von morgen.

„Das war ein starker Tag“, sagt Thorsten Hitzel, Vorstand der Martin-Luther-Stiftung. „Wir wollten bewusst einen Raum schaffen, in dem unsere Mitarbeitenden groß denken dürfen – jenseits des Alltagsdrucks.“ Der Workshop machte deutlich, was Vertrauen, gemeinsames Lernen und mutige Ideen bewegen können. „Jetzt sehen wir, wie viel Zukunftsenergie unsere Teams gemeinsam entwickeln“, so Hitzel.

In drei Themeninseln entstanden konkrete Visionen:

Zukunftsorte der Pflege

„Der Workshop hat gezeigt, wie viel Potenzial in unserer Vielfalt steckt“, berichtet Workshop-Leiterin Marianne Dahinten, die im Alltag die Pflegeeinrichtungen an der Martin-Luther-Anlage 8 in Hanau leitet. „Vom ‚alten Hasen‘ bis zum Azubi haben Kolleginnen und Kollegen schnell zusammengefunden und sich über alle Berufsgruppen hinweg die Ideen zugespielt.“ Dahinten ergänzt: „Besonders interessant war, dass überall ähnliche Leitgedanken entstanden: Menschlichkeit im Zentrum, modulare und anpassbare Wohn- und Versorgungssysteme sowie eine wohlüberlegt eingesetzte Digitalisierung.“

Altenhilfe als Teil des Quartiers

Eine zweite Gruppe entwickelte die Idee eines offenen Hauses, das eng mit Stadtgesellschaft, Vereinen, Kitas, Schulen und Angeboten für alle Altersgruppen verbunden ist. Altenhilfeeinrichtungen sollen sichtbarer werden und beispielsweise Räume schaffen, die tagsüber für die Weiterbildung genutzt und abends für Kurse, Begegnung oder Kultur geöffnet sind.

Miteinander statt nebeneinander

Die dritte Themeninsel setzte den Fokus auf das Miteinander: gemeinschaftliche Wohnformen, modulare Unterstützung, Telemedizin sowie Räume für kulturelle und persönliche Vielfalt. Die Nähe zu Angehörigen und zur vertrauten Nachbarschaft spielte eine zentrale Rolle. „Die Ideen gingen weit über das klassische Altersheim hinaus und stellten vor allem Wohngemeinschaften, betreutes Wohnen und starke ambulante Strukturen in den Mittelpunkt“, sagt Workshop-Leiter Nicolas Lubnow, der das „Haus im Bergwinkel“ in Schlüchtern leitet. Die Ideenentwicklung im Improvisationstheater habe viel Spaß gemacht, betont er. „Eine Kollegin meinte hinterher, sie habe lange nicht mehr so viel gelacht.“

Die Ideen aus dem Workshop fließen nun in die Weiterentwicklung der Stiftung ein. „Von der Digitalisierungs- über die Nachhaltigkeits- bis zu unserer Personalentwicklungs- und Wirtschaftlichkeitsstrategie wurde alles mitgedacht“, berichtet Hitzel. „Die Ergebnisse helfen uns, ganz im Sinne unseres Stiftungsziels, Menschen heute und in Zukunft durch die Phasen des Älterwerdens zu begleiten und zu unterstützen.“

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