Neue Ehrenamtliche stärken Hospizdienst

von 26 Feb. 2026Allgemein

Die frisch eingesegneten Ehrenamtlichen im Hospizdienst der Martin Luther Stiftung Hanau, zusammen mit den Koordinatorinnen der Martin Luther Stiftung Hanau.

Einsegnungsgottesdienst in der Martin Luther Stiftung / Bürgermeister Dr. Bieri würdigt Ehrenamt

Hanau, 26. Februar 2026 – In einem feierlichen Gottesdienst in der Martin Luther Stiftung Hanau wurden zehn neue Ehrenamtliche für den ambulanten Hospizdienst eingesegnet. Es war ein offener, zugewandter und fröhlicher Moment. Die Frauen und Männer im Alter von 25 bis 73 Jahren haben in den vergangenen Monaten eine umfassende Vorbereitung durchlaufen und stehen nun bereit, schwerstkranke Menschen sowie deren Angehörige im Main-Kinzig-Kreis und in der Stadt Hanau zu begleiten – zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und in den Häusern der Stiftung.

„Der demografische Wandel bringt mit sich, dass immer mehr ältere Menschen in unserer Region leben – und damit wächst auch der Bedarf an verlässlicher Begleitung am Lebensende. Ehrenamtliche Hospizarbeit wird dadurch noch bedeutsamer“, sagte Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. Wie sehr menschliche Nähe im letzten Lebensabschnitt trägt, betonte Thorsten Hitzel, Vorstandsvorsitzender der Martin Luther Stiftung Hanau. „Die Ehrenamtlichen schenken Zeit, Nähe und menschliche Zuwendung – oft in Momenten, in denen das für Betroffene und Angehörige das Wertvollste ist“, bestätigt auch Thorsten Hitzel, Vorstandsvorsitzender der Martin Luther Stiftung. „Gleichzeitig erleben viele, dass dieses Engagement auch für sie selbst sinnstiftend ist, weil sie Menschen in einer sehr vulnerablen Lebensphase zur Seite stehen“, so Hitzel.

Die frisch eingesegneten Ehrenamtlichen haben seit Herbst 2025 an einem mehrmonatigen Vorbereitungskurs teilgenommen. Die Qualifizierung umfasste Grundlagen der Hospiz- und Palliativarbeit, Gespräche in sensiblen Situationen, ethische und spirituelle Fragen, den Umgang mit Trauer sowie ein begleitetes Praktikum. „Im Kurs wird man bestens vorbereitet – nicht nur mit Fakten, sondern auch mit einer Haltung zum Sterben“, sagte Teilnehmerin Dagmar Ott (73) aus Hanau nach der Einsegnung. Ihr ist es ein Herzenswunsch, „schwerkranken Menschen am Lebensende meine Zeit, Zuwendung und ein nicht einsames Leben zu ermöglichen“. Ebenfalls in Hanau wird sich künftig Andrea Schubert (59) engagieren. Sie berichtet: „Begleitung am Lebensende ist vor allem Beziehung. Zeit zu schenken, zuzuhören und stille Unterstützung zu geben, ist eine leise, aber bedeutsame Form gesellschaftlicher Verantwortung.“

Geleitet wurde der Kurs von Monika Müller-Herrmann, unterstützt von Dozentinnen und Dozenten des Hospiz Hanau, dem Palliativteam um Dr. Jan Schubert, Pfarrerin Kemmler, der Pietät Nina Biermann sowie den Koordinatorinnen Yasemin Grasmück und Janina Volz.

Neuer Vorbereitungskurs 2026

Der ambulante Hospizdienst der Martin Luther Stiftung Hanau bietet voraussichtlich ab September 2026 einen neuen Kurs für Menschen an, die sich ehrenamtlich in der Sterbebegleitung engagieren möchten. Die Schulung umfasst rund 100 Stunden und beinhaltet u. a. Einheiten zu Kommunikation, Trauer, Ethik, Pflegepraxis und rechtlichen Fragen. Hinzu kommen ein Pflegepraktikum sowie ein begleiteter Einsatz in der Praxis. Auch nach Abschluss des Kurses bietet die Martin Luther Stiftung Hanau ihren Ehrenamtlichen regelmäßige Supervisionen und persönliche Gespräche an, denn: Wer andere begleitet braucht auch selbst Halt. Interessierte können sich unter hospizdienst@vmls.de oder 06181 29021320 anmelden.

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